Kemberger Schule

Ernestine Christine Reiske ist in Kemberg geboren. Und zwar 1735. Das Geburtshaus der Autorin und Altphilologin steht nicht mehr, aber ihr ist das wichtigste Haus in Kembergs Zentrum gewidmet. Die Ganztagsschule. Für die Namensgebung hat sich die stellvertretende Direktorin, langjährige Bürgermeisterin und Stadträtin Heike Beck eingesetzt. Wir waren zum Stadtrundgang verabredet, aber ein Regenguß treibt uns erst mal in die Schule. Heike Beck zeigt mir das zweiteilige Gebäude und berichtet aus dem Schulalltag, der jetzt langsam wieder zurückkehrt.

In den Fluren hängen Arbeiten von Schülerinnen und Schülern. Die Räume sind gut ausgestattet und Stück für Stück wurde alles saniert. Am Erweiterungsbau vom Typ Erfurt wurde 7 Jahre lang gebaut. In jedem Raum liegen schon Netzwerkkabel. Die Schule ist bereit für die Zukunft und die sieht für Kemberg gut aus: die Kitas sind voll, Bauland begehrt. Die Grundschule ist direkt gegenüber. „Campus Kemberg“ könnte man sagen.

Auf der Straße zwischen den Schulen steht eine Handwasserpumpe. „Die haben wir stehen lassen, als wir hier nach der Wende Wasser und Abwasser verlegt haben.“ erklärt Heike Beck. Die Aufbauleistung der letzten 30 Jahre beeindruckt mich. Und es geht weiter. Der Erweitungsbau am Gemeindehaus ist gerade fertig, am alten Rathaus muss bald wieder Hand angelegt werden und die frühere Knabenschule wird zum Kulturhaus umgebaut – mit Fördermitteln vom Bund.

So entwickelt sich die Stadt immer weiter und engagierte Menschen wie Heike Beck treiben die Entwicklung voran. „Jetzt sind aber andere dran“ sagt die Frau, die nach 25 Jahren im Stadtrat keine politischen Ämter mehr inne hat. Ich fühle mich angesprochen. „Was erwartest Du von einem Landrat?“ frage ich. „Verlässlichkeit und Präsenz in den Kommunen“ schreibt sie mir ins Stammbuch. Das werde ich beherzigen – so die Wählerinnen und Wähler das wollen.

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